Wir brauchen nicht noch mehr Quellcode

Nach 10 Jahren als Softwareentwickler hat sich meine Perspektive zum Thema Produktivität geändert. Ich glaube nun nicht mehr, dass Produktivität bedeutet viel Quellcode zu schreiben, sondern weniger. Wenn ich zurückblicke schreibe ich immer weniger Quellcode. Ich frage mich jetzt immer ob ich überhaupt viel Neues implementieren muss. Gibt es das nicht schon? Kann man dafür eine Bibliothek verwenden? Darüber denke ich einfach länger nach als vorher. Weiterhin habe ich auch mehr Übung darin, Sachen so zu strukturieren und zu Refactorn, dass es einfach weniger Quellcode wird.

Bessere Architektur

Als ich mit Softwareentwicklung angefangen habe, waren es Funktionen die mich interessiert haben und worauf meine größte Aufmerksamkeit gerichtet war. Später waren es Klassen. Jetzt ist es hautpsächlich die Architektur der Software. Die Implementierung ist Mittel zum Zweck, aber der Enabler ist die Architektur. Wenn ich mir alten Quellcode von mir anschaue sehe ich sofort Wege, wie ich das Gleiche erreichen kann, aber mit weniger Quellcode, meist nur mit verbesserter Architektur.